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Postmigrantische Linguistik

Henri Bergson, Édouard Glissant und Donna Haraway im Licht einer Linguistik als offene Wissenschaft und Wissenschaft des Offenen

Beitrag

Ingo H. Warnke

2026

Ausgehend von Fragen nach dem Status von Beziehung/Relationalität in der Linguistik werden entlang ausgewählter Lektüren von Henri Bergson, Édouard Glissant und Donna Haraway Vorschläge für vier Koordinaten einer Postmigrantischen Linguistik als Linguistik der Beziehungen umrissen. Die Beschäftigung erfolgt vor dem Hintergrund allgemeiner Fragen an die sprachwissenschaftliche Positionierung zu Migration in Gegenwartsgesellschaften. Im Zentrum steht die Beschäftigung mit der Bedeutung von Intuition in sprachwissenschaftlicher Praktik, mit dem grundlegenden Bezug von Sprachwissenschaft auf eine Poetik der Beziehung sowie das Nachdenken über Otherness. Es geht dabei insgesamt nicht um eine Programmatik, sondern um die Bearbeitung eines Diskursraums, in dem Linguistik sich selbst mit ihren Routinen fremd werden kann und auf Gesellschaft immer wieder neu responsiv reagiert.


Warnke, Ingo H. 2026. Postmigrantische Linguistik. Henri Bergson, Édouard Glissant und Donna Haraway im Licht einer Linguistik als offene Wissenschaft und Wissenschaft des Offenen. In Andrea Daase & Anna Mattfeldt (Hrsg.), Mehrsprachigkeit im Widerspruch – (Un-)Doing linguistic and cultural differences. Sprachliche Praktiken in der Migrationsgesellschaft. 39–54. Münster: Waxmann, https://www.waxmann.com/buecher/Mehrsprachigkeit-im-Widerspruch-%E2%80%93-Un-Doing-linguistic-and-cultural-differences.

ISBN: 9783818800765

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