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Klaas Anders

Alltag und Netzwerke des tschechoslowakischen Exils in Wien nach 1968

Das Promotionsvorhaben untersucht erstmals umfassend die Netzwerke und Strukturen des tschechoslowakischen Exils nach 1968 im urbanen Raum Wiens und fragt nach den inneren und äußeren Widersprüchen, zu deren Bewältigung die Ausgereisten Netzwerke bildeten. Das Projekt betrachtet den Zeitraum nach 1968 und begleitet damit das Ankommen der Exilant:innen, die nach der Niederschlagung des Prager Frühlings die Tschechoslowakei verließen. Dabei werden Kontakte und Widersprüche der Exilant:innen untereinander, aber auch bei Kontakten in die Mehrheitsgesellschaft hinein untersucht werden, wie auch ihre Netzwerke innerhalb Wiens. So blickt das Projekt auf die Rolle vielfältiger Widerspruchserfahrungen für die Exilnetzwerke und adaptiert auf diese Weise Aspekte der Widerspruchsstudien, der neueren Exilforschung, der Alltags- und Sozialgeschichte, wie auch Konzepte der Netzwerkforschung. Genutzt werden sollen primär Zugänge der Oral History, die um ausgewählte Archivquellen ergänzt werden.

Forschungsinteressen

  • Migrationsgeschichte
  • Geschichte des Spätsozialismus
  • Subkulturgeschichte
  • Erinnerungsgeschichte

Vita

  • Seit Juni 2022
    Doktorand und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFG-Graduiertenkolleg 2686: »Contradiction Studies – Konstellationen, Heuristiken und Konzepte des Widersprüchlichen«
  • Seit Mai 2022
    Freier Mitarbeiter am Denkort Bunker Valentin, Bremen-Farge
  • 2021 – 2022
    Werkvertrag zur Mitarbeit am Ausstellungsprojekt „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
  • 2021
    Werkvertrag zur Mitarbeit am Ausstellungsprojekt: „Ostwärts in den Westen“ des Bremer Bündnis für deutsch-tschechische Zusammenarbeit e.V.
  • 2021
    Praktikum im Projekt „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
  • 2020 – 2021
    Studienaufenthalt an der Karlsuniversität Prag
  • 2019 – 2020
    Assistenz in Forschung und Lehre an der Professur für Osteuropäische Geschichte an der Universität Hamburg und Tätigkeit als Tutor im WiSe 2019/2020
  • 2018 – 2021
    Studium der Osteuropastudien an der Universität Hamburg. Thema der Masterarbeit: „Der ‚Urstrom der Geschichte‘ fließt durch Prag. Die Flucht von DDR-Bürger:innen über die bundesdeutsche Botschaft in der ČSSR im September 1989 als deutsch-tschechischer Erinnerungsort“
  • 2018 – 2019
    Studentische Hilfskraft am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg (IFSH)
  • 2016 – 2017
    Assistenz in Forschung und Lehre an der Professur für Kulturgeschichte Ostmitteleuropas mit dem Schwerpunkt tschechische Geschichte an der Universität Bremen
  • 2014 – 2018
    Studium der Geschichte an der Universität Bremen.
    Thema der Bachelorarbeit: „Identität(en) tschechischer und slowakischer Skinheads in der Transformationszeit der ČSSR / ČR“

Publikationen