Contradiction Studies

Wie weiter nach den Parlamentswahlen in Spanien?

Prof. Óscar García Agustín (Universität Aalborg), Dr. Seongcheol Kim (InIIS), Prof. Martin Nonhoff (GRK Contradiction Studies & InIIS)

07.12.2023 18:00 20:00 Uhr

Europapunkt Bremen (Am Markt 20)

Nach den jüngsten Wahlen in Spanien zeichnete sich eine Pattsituation ab, in der weder die PP- noch PSOE-geführte Wunschkoalition eine Mehrheit hinter sich vereinen konnte. Zum plötzlichen Königsmacher in den Gesprächen um die Regierungsbildung avancierten die katalanischen Nationalisten von links und rechts, die letztlich die Wiederwahl von Pedro Sánchez als Ministerpräsident im Gegenzug für ein umstrittene Amnestie für katalanische Unabhängigkeitsvertreter ermöglichten.

Um die neuesten Entwicklungen in der spanischen politischen Landschaft zu verstehen, diskutieren bei einer Podiumsdiskussion Prof. Dr. Óscar García Agustín (Universität Aalborg) und Dr. Seongcheol Kim (Universität Bremen). Im Zentrum der Diskussion stehen die Wahlergebnisse und die neu gemischte Parteienlandschaft, die Rolle der nationalistischen Parteien und der Ausblick für die nächste Legislaturperiode sowie die Zukunft der radikalen Linken in Spanien nach Podemos.

Die Podiumsdiskussion findet auf Deutsch und Englisch mit Simultanübersetzung statt. Sie wird veranstaltet vom Institut für Interkulturelle und Internationale Studien der Universität Bremen, der Forschungsplattform Worlds of Contradiction (Universität Bremen), dem Instituto Cervantes Bremen und dem Europapunkt Bremen.

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Idee demokratischer Kritik

„Wer das Widersprechen ohne das Anbieten einer besseren Lösung als widersprüchlich empfindet, hat die Idee demokratischer Kritik nicht verstanden.“

Martin Nonhoff
Normhierarchie

„Wenn sich gesellschaftliche Widersprüche im Recht widerspiegeln, kann das Recht keine widerspruchsfreie Normhierarchie ausbilden.“

Andreas Fischer-Lescano
täglich

„Leben in Widersprüchen ist das, was wir täglich erleben. Warum wissen wir darüber so wenig?“

Gisela Febel
Grenzen

„Widerstand ist ein demokratisches Recht, manchmal sogar eine Pflicht. Mit der Literatur können wir dafür Modelle finden und über Grenzen nachdenken.“

Gisela Febel
ein (aufzu)lösendes Problem

„Widerspruch ist oft nicht primär ein (aufzu)lösendes Problem, sondern eine Antriebskraft, ohne die es nicht geht.“

Martin Nonhoff